wüßte ich, daß du dort bist, in der halle mit den blauen wänden wie ein schwimmbad, nach dem training und allein, du hättest dich auf den matratzenstapel gesetzt wie immer. nur einen moment, einen moment später liegst du dort und träumst vom fluß. auf der grünen matte und treibend zwischen den blauen wänden, dann wäre ich gekommen. dein langes haar noch naß und deine arme schwer neben dem brustkorb.

wir sprachen niemals davon, damals sprachen wir viel, und wie du einmal aufstehst und um den tisch herumgehst, der tisch mit den zeugen, und meinen sprechenden mund mit einem kuß schließt: hör auf. flüsternd. ich öffne den mund und du küßt ihn noch einmal: hör auf.

und träumst jetzt am grunde der halle in blau, in der ich dich finde und in dein ohr küsse: schlaf weiter. während die strömung einsetzt der raum in bewegung, die fledermäuse schwimmen im wasser wie rochen, die wände so blau über den matten am grund und dich auflöst in mir, wo wären wir heute

ohne deinen kuß, damals, als wir davon nicht sprachen. und dann ließe ich dich auf grünen matten am grund von elbehavelspree, und die nächsten zehn jahre zurück.

 

(12./22. April 2015)

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