gab es im ferienlager in kleinen viereckigen plasteschüsselchen in einem knochenvergilbtem weiß. die schüsseln. die marmelade war rotorange, mehrfruchtmarmelade stand auf den pappeimern, aus denen sie mit großen löffeln herausgeschält und in die schüsselchen gefüllt wurde. die pappeimer waren zylindrisch und hatten metalldeckel, seitlich gab es metallbeschläge, die mit nieten an der pappe befestigt waren und einen dünnen metallhenkel hielten. je weniger marmelade in den eimern war und je mehr sie hin und hergetragen wurden, umso stärker verformten sich die pappzylinder und waren auch durch die metalldeckel kaum zu stabilisieren. ihre elliptischen öffnungen wurden dann mit tellern abgedeckt. die marmelade hingegen war meist so fest, daß man sie mit messern schneiden mußte und nur mit einigem druck auf dem brot breitstreichen konnte. dabei durfte man die flache seite des messer nicht ankanten, sonst rutschte die marmelade zwischen der butter auf dem brot und dem aluminium des messers mit großer geschwindigkeit hervor.

(30. Oktober 2001, zuerst erschienen im Weblog “freitagsfish”)

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